Fragen (FAQ)

Fragen (FAQ)

Häufig gestellte Fragen...

 

1. Wer kam auf die Idee aus solchen Bohnen einen Kaffee zu kochen ?

2. Ist der Kaffee denn bekömmlich, kann man sowas trinken ?

3. Was ist Kopi Luwak Jatimulyo ?

4. Was ist ein Luwak ?

5. Was isst ein Luwak ?

6. Warum schmeckt Kopi Luwak Kaffee so anders als andere Kaffees ?

7. Warum ist Kopi Luwak Jatimulyo so bekömmlich ?

8. Aus was für Kaffebohnen wird Kopi Luwak hergestellt ?

9. Wie wird die Qualität dieses Kaffees garantiert ?

10. Gibt es ein "Fair Trade" oder "GEPA" Zertifikat für Kopilux?

11. Gibt es ein "Bio-Label",  "Öko-Label", oder "Organic Label" für Jatimulyo ?

12. Wieviel Kopi Luwak wird erzeugt ?

13. Seit wann kennt man Kopi Luwak ?

14. Was ist Zibet ?

15. Haben Zibetkatzen SARS übertragen ?


1. Wer kam auf die Idee aus solchen Bohnen einen Kaffee zu kochen ?

Die Niederländer führten im 17. Jahrhundert den Kaffeeanbau in Indonesien ein.
Die Schleichkatzen befanden sich seit jeher in Indonesien und entdeckten in dem Fruchtfleisch der reifen Kaffeekirschen (welches übrigens sehr gut schmeckt) eine bekömmlich Nahrung. Sie schlagen sich den Bauch voll und "legen" die Kaffeebohnen immer an der gleichen Stelle ab. Da der regulär geerntete Kaffee von den Plantagenbesitzern gehandelt wurde, liegt die Idee nah, dass diese preiswerten, bereits geernteten und schon vom Fruchtfleisch befreiten Kaffeebohnen von der Bevölkerung genutzt wurden. 
Dieser Kaffee ist seit jeher beliebt. Schon Alfred Brehm beschrieb um 1883 in "Brehms Thierleben" "Ueber das Auftreten des Thieres in den Kaffeepflanzungen Javas" nach "Versicherung der Javaner liefern diese, weil das Thier wahrscheinlich die reifsten Früchte fraß, den allerbesten Kaffee".

 

2. Ist der Kopi Luwak Kaffee denn bekömmlich, kann man sowas trinken ?

Die Schleichkatzen schlagen sich den Bauch mit den reifsten und besten Kaffeekirschen voll um das Fruchtfleich zu verzehren. Die Kaffebohne wird hierbei als "Kern" der Kaffeefrucht nicht verzehrt und wieder ausgeschieden. Dabei kommt die Bohne nie mit dem Darminhalt der Schleichkatze in Kontakt, da sie durch zwei Häutchen (Pergament- und Silberhaut) geschützt ist. Und tatsächlich liegt der Kaffee, wenn er von einer Schleichkatze ausgeschieden wird fast als reine, vom Fruchtfleisch befreite Bohnen in den intakten Häutchen vor. Auch anderer Kaffee wird ja vor der Weiterverarbeitung zuerst von dem Fruchtfleisch und in folgenden Arbeits- und Reinigungsschritten von den Häutchen vor dem Rösten befreit. Nach verschiedenen Reinigungs- und Trocknungsschritten liegt eine saubere und unbedenklich zum Verzehr geeignete Kaffeebohne vor. Das Rösten erfolgt ja auch bei Temperaturen über 170 °C.
Im übrigen ist ja auch üblich Wurst im Naturdarm zu essen. Hier könnte man sich die gleiche Frage stellen.

Der Indonesische Rat der Religionsgelehrten (MUI) erklärte in einer Fatwa (Islamisches Rechtsgutachten), dass Kopi Luwak / Zibet Kaffee "halal", also koscher sei, nachdem dieser gereinigt wurde. Erlaubt ist Verzehr, Produktion und Handel so MUI Vorsitzender KH Ma´rüfAmin in Jarkarta am 20.07.2010 (Proklatmation Nr.51).


3. Was ist Kopi Luwak Jatimulyo ?

Kopi Luwak bezeichnet einen Kaffee, der aus Kaffebohnen erzeugt wird, den eine Schleichkatze vorher gegessen hat. Die sagt jedoch, wie z.B. die Bezeichnung einer Kaffebohne (Arabica oder Robusta) noch nichts darüber aus, wie gut ein Kopi Luwak Kaffee ist. Auch hier spielt die fachmännische Verarbeitung und vor allem das Rösten die entscheidende Rolle.
Kopi Luwak Jatimulyo ist ein besonders guter Luwak Kaffee, uns ist kein besserer bekannt. Es wird wird aus überwiegend Arabica Kaffebohnen hergestellt die im Hochland wachsen.
 Jatimulyo bezeichnet den Markennamen des Herstellers der für besondere Sorgfalt bürgt.
Bitte lesen Sie auf unseren weiteren Seiten wie er hergestellt wird.

 

4. Was genau ist ein Luwak ?

Luwak ist das indonesische Wort für eine Schleichkatze.
Die Schleichkatzenarten die in Indonesien gemeint sind, wenn es um Kopi Luwak geht sind d
er "Fleckenmusang" auch "Malaiischer Palmroller" genannt und die "Tangalunga" oder auch "Kleinfleck-Zibetkatze"; irtümlich häufig auch als "Indien-Zibetkatze" oder "Zibete" benannt.
Der erstgenannte Fleckenmusang [Paradoxurus hermaphroditus] gehört zur Familie der Schleichkatzen [Viverridae], Unterfamilie Palmroller [Paradoxorinae].
Die "Kleinfleck-Zibetkatze" [Vivera tangalunga] gehört zur Familie der Schleichkatzen [Viverridae], Unterfamilie Zibetkatzen [Viverinae]. Beide Arten verzehren Kaffeekirschen und scheiden Kaffeebohnen aus, die zur Erzeugung von Kopi Luwak Anwendung finden.


5. Was genau isst ein Luwak ?

So eine Schleichkatze isst ähnlich einem Marder oder Waschbären fast alles, zum großen Teil jedoch Früchte. Sehr gerne plündern sie Obstplantagen und haben eine Vorliebe für Ananas, Mango und Banane, auch ihre Vorliebe für den Saft von Zuckerpalmen ist beschrieben. Größte Anziehungskraft üben auf sie jedoch Kaffeeplantagen aus. In diesen halten Sie sich tage- und wochenlang auf, was man an ihren regelmäßigen "Hinterlassenschaften" ablesen kann.


 6. Warum schmeckt Kopi Luwak Kaffee so anders als andere Kaffees ?

Die Zibet-Katzen bevorzugen das Fruchtfleisch der besten und reifsten Kaffeekirschen. Dieses Selektieren durch die Schleichkatze entspricht der aufwendigsten Methode Kaffee zu ernten, wie sonst nur bei absoluten Spitzenkaffees praktiziert. Diese Methode nennt sich „Selectively Picked“  und bedeutet, dass nicht wie sonst beim Ernten per Hand oder Maschine Kaffeebohnen unterschiedlichsten Reifegrades geerntet werden, sondern nur die reifsten und damit besten Bohnen Verwendung finden.

Weiterhin findet im Magen und Darm der Schleichkatzen eine enzymatische Behandlung der Kaffeebohnen statt. Diese Fermentation findet wohl durch Enzyme von Milchsäurebakterien statt. Diese Enzyme entziehen den Kaffeebohnen bestimmte Proteine, zu denen auch Bitterstoffe gehören. Gleichzeitig entfalten die Abbauprodukte dieser Proteine im Röstvorgang den besonderen Geschmack des Kaffees.
Die Fermentation durch Magensäure und Enzyme unterscheidet sich grundlegend von der 
bei Kaffee in einigene Regionen üblichen Nassaufbereitung (Fermentation) in Wasser zum Ablösen des Fruchtfleisches und des Pergamenthäutchens um die Bohnen vor der Weiterverarbeitung. 
Kopi Luwak Kaffee hat ein sehr volles Aroma und eine besonders reichhaltige Fülle, mit einer leicht erdigen Note. Manche Experten beschreiben seine Fülle als fast sirupartig konzentriert. Die Säure und Bitterstoffe treten dabei in den Hintergrund. Der Nachgeschmack dieses Kaffees ist im Gegensatz zu manch anderem Kaffee anhaltend vorzüglich, es tritt keine säuerliche Bitternis auf.

 

7. Warum ist Kopi Luwak Jatimulyo so bekömmlich ?

Kopi Luwak ist sehr bekömmlich. Wer (starken) Kaffee gerne trinkt, ihn aber schlecht verträgt, ist mit Kopi Luwak gut beraten. Ein Kopi Luwak Kaffee sorgt wie ein Magenbitter für "inneres Wohlbefinden". Selbst wenn er kalt wird bekommt er nicht wie die meisten anderen Kaffees einen säuerlichen Geschmack.
Dies hat vier Gründe: 
Es
kommen beim Kopi Luwak Kaffee nur die besten und reifsten Kaffeebohnen zum Einsatz (siehe oben).
Die
Kaffeebohnen des Kopi Luwak Jatimulyo stammen aus dem Hochland Javas und sind von Hause aus säurearm. 
Durch
die Fermentation der Kaffeebohnen durch die Schleichkatze werden den Bohnen zusätzlich Bitterstoffe und Säure entzogen.
Die
Röstung der Bohnen erfolgt nach jahrelanger Erfahrung und erfolgt per Hand nach traditioneller Art.


 8. Aus was für Kaffebohnen wird Kopi Luwak hergestellt ?

Dies hängt davon ab, welche Kaffeekirschen die Schleichkatze frisst. Bei unserem Kopi Luwak Jatimulyo handelt es sich zum überwiegenden Teil um Java Arabica.

 

9. Wie wird die Qualität dieses Kaffees garantiert ?

Die Qualität garantieren wir mit unseren Label "Jatimulyo" welches 100% echten Kopi Luwak Kaffee bezeugt. Nur beste Bohnen finden Verwendung und werden mehrfach selektiert und schonend geröstet, verpackt, gelagert und versendet. Weiterhin erzeugen und handeln wir nur ca. 10 kg reinen Kopi Luwak Jatimulyo monatlich. Wir lehnen den Vertrieb von Kopi Luwak Kaffeeverschnitt ab. Weiterhin betreiben wir diesen Vertrieb nebenberuflich als Liebhaberei und aus Freude an bestem Luwak Kaffee.
Nachweismöglichkeiten für die Echtheit des Kopi Luwak Kaffees sind mittels Elektronenmikroskop oder Gel-Elektrophorese beschrieben. Soweit uns bekannt, gibt es kein Handelszertifikat, welches auf einer dieser Nachweismethoden beruht. Letztendlich spricht der Geschmack für sich selbst. Dieser Kaffee ist in Geschmack und Aroma nicht mit anderen Kaffees zu vergleichen.


 10. Gibt es ein "Fair Trade" oder "GEPA" Zertifikat für Kopilux ?

Es gibt noch kein entsprechendes Zertifikat, da die Kosten in keinem Verhältnis zu den Umsätzen stehen würden. Jedoch fließt der mit dem Vertrieb des Kaffees erzielte Gewinn zum überwiegenden Teil an den Erzeuger nach Indonesien, was wesentlich mehr ist als die meisten Labels beinhalten.


11. Gibt es ein "Bio-Label",  "Öko-Label", oder "Organic Label" für Jatimulyo ?

Es gibt noch kein entsprechendes Label, da die Kosten in keinem Verhältnis zu dem Umsätzen stehen würden. Die verwendeten Kaffeebohnen sind zum großen Teil aus organischem Anbau.


12. Wieviel Kopi Luwak wird erzeugt ?

Auf Indonesien werden wohl einige 100 kg Kopi Luwak jährlich erzeugt. Seriöse Schätzungen gehen von 600-800 kg aus.

 

13. Seit wann kennt man Kopi Luwak ?

Schon Alfred Brehm beschrieb um 1883 in "Brehms Thierleben, Seiten 31-34":
"Ueber das Auftreten des Thieres in den Kaffeepflanzungen Javas und sein Freileben berichtet Junghuhn. Wenn die Früchte der Kaffeebäume heranreifen und sich immer stärker mit Karmoisinroth färben, wenn Erwachsene und Kinder beiderlei Geschlechts die rothen Beeren von den Aesten streifen und mit gefüllten Körben den abwärts liegenden Trockenplätzen zueilen, »sieht man oft auf dem Boden der Wege, von denen der Kaffeegarten geradlinig und kreuzweise durchschnitten wird, sonderbare, weißliche Kothklumpen eines Thieres liegen, welche ganz und gar aus zusammengebackenen, übrigens aber unbeschädigten Kaffeebohnen bestehen. Sie sind die Loosung des Musang, welcher bei den Bergbewohnern als Hühnerdieb berüchtigt ist, aber ebenso von Früchten, besonders von solchen verschiedenartiger wilder Palmen, lebt und vor allem gern die Kaffeegärten während der Fruchtreife besucht, hier auch am häufigsten von den Javanen gefangen wird. Er genießt die fleischige, saftige Hülle der Früchte und gibt dann die unverdauten Kerne wieder von sich. Nach Versicherung der Javanen liefern diese, weil das Thier wahrscheinlich die reifsten Früchte fraß, den allerbesten Kaffee."


14. Was ist Zibet ?

Zibet ist ein Duftstoff der seit alters her von Zibetkatzen gewonnen wird. Er dient der Pafümherstellung und hat mit dem Kopi Luwak Kaffee nichts zu tun.

15. Haben Zibetkatzen SARS übertragen ?

Wiederholt war zu hören, dass Zibetkatzen das SARS Virus evtl. auf Menschen übertragen. Dies ist falsch, es handelt sich um einen in deutschsprachigen Medien verbreiteten Übersetzungsfehler. Gemeint war ein anderes Tier namentlich der Larvenroller der Gattung Paguma lavarta